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Die Lutki
Das Volk, welches in alten Zeiten den Spreewald bewohnt hat, sind die Ludki gewesen. Diese waren nicht groß, aber auch nicht gerade klein, sondern untersetzt und vierkantig. Man sagt, dass sie in allen Künsten erfahren gewesen sind. Sie pflegten sich in Höhlen unter der Erde aufzuhalten und kamen nur selten an die Oberwelt. Ihr König aber bewohnte ein Schloss, welches auf dem Schlossberge in Burg stand. Von dort machte er Streifzüge weit in das Land hinein. Oft pflegte er nach Burg zu gehen; deshalb ließ er sich dorthin eine Brücke bauen, welche ganz aus Sohlenleder gefertigt war. Wenn er darüber Schritt, so rollte sie sich von selbst hinter ihm wieder auf. Später sind die Ludki von den Wenden verdrängt worden.
Quellen:
- Edmund Veckenstedt: Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche. Leuschner & Lubensky, Graz 1880
- Der Spreewald, E.Kühn's Verlag Cottbus, 1889;
- Quelle: Spreesagen, Verlag Berlin-Brandenburg 2016, Seite 245;
- Gisela Griepentrog, Spreesagen, Verlag Berlin-Brandenburg 2016, Seite 240;
- Aufgespürt und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronist Manfred Kliche; Vettschauer Mitteilungsblatt 10/2020 (Jahrgang 30, Nr. 10)
- Aufgespürt und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten Manfred Kliche im Vettschauer Mitteilungsblatt 01/2021
