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Der mutige Bursche
Man erzählt, dass es des Nachts in Burg auf dem Schlossberge in den Sträuchern raschelt und an vielen Punkten Feuer brennt, welches nicht erlischt. Vor nicht langer Zeit lebte in Burg ein junger Bauer. Als dieser hörte, es zeige sich des Nachts auf dem Burgberge ein Gespenst, sprach er spottend: „Mit dem will ich schon fertig werden.“ Einstmals ging er des Nachts auf den Berg und es währte nicht lange, so erblickte er auch wirklich das Gespenst. Mutig ging er darauf los, fasste es an den Füßen und wollte es auf den Rücken nehmen. Da aber zog das Gespenst etwas Blankes, das eine Waffe gewesen sein mag, aus dem Gewande hervor und durchstach den Burschen. Am andern Morgen wurde derselbe tot auf dem Schlossberge gefunden.
Quellen:
- Edmund Veckenstedt: Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche. Leuschner & Lubensky, Graz 1880
- Der Spreewald, E.Kühn's Verlag Cottbus, 1889;
- Spreesagen, Verlag Berlin-Brandenburg 2016, Seite 249;
- Gisela Griepentrog, Spreesagen, Verlag Berlin-Brandenburg 2016, Seite 240;
- Aufgespürt und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronist Manfred Kliche; Vettschauer Mitteilungsblatt 07/2020 (Jahrgang 30, Nr. 7)
- Aufgespürt und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten Manfred Kliche im Vettschauer Mitteilungsblatt 01/2021
