Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


text:460._es_sieht_sich_einer_lebendig_im_sarge

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Es sieht sich Einer lebendig im Sarge

Friedrich Taubmann, der bekannte Wittenberger Professor, ward krank; da däuchte es ihm eines Morgens am Anfange seiner Krankheit, als wenn er neben seinem Bette einen langen Sarg sähe, worin ein Mann lag, der ihm in Allem ähnlich war. Anfangs hielt er es für eine Augentäuschung, richtete sich deshalb auf und sah etwas ängstlicher nach; da fand er, daß es Wahrheit war und machte sich daraus die Rechnung, daß auf diese Weise der Ausgang seiner Krankheit vorbedeutet werde. Dieses Gesicht erzählte er mit fröhlichem Angesicht seinen Freunden, die ihn besuchten, und bereitete sich zum Tode, der auch am 24. Mai 1613 erfolgte. 546

Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 1, Glogau 1868/71, S. 394. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000494075X

Quellen:


text/460._es_sieht_sich_einer_lebendig_im_sarge.1680811860.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)