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Vom umgehenden Pfaffen
Wenn man von Unterkatz aus durch das Hainich nach Solz geht, so kommt man gleich, nachdem der Wald begonnen hat, an ein Rasenfleck von etwa hundert Schritt Umfang. Dort läßt sich der Geist eines katholischen Pfaffen sehen, der wegen seines gottlosen Wandels ruhelos umherwandern muß.
Er soll in früheren Zeiten in der Kirche zu Unterkatz arg gespukt haben und durch einen Mönch in einen Sack eingefangen und nach jenem Nasenfleck getragen worden sein. Dort läuft er den Leuten nach und hält ihnen ein aufgeschlagenes Buch entgegen, damit sie ihm daraus vorlesen und ihn dadurch erlösen. Das letzte Mal begegnete er einem Köhler, der aber wie die Andern sich vor dem Geist fürchtete und auf und davon lief.
Manche wollen demselben Spuk auch in der Waldung Grimmes bei Oberkatz begegnet sein.
Quellen:
