sagen:werra333
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Vom Träbes bei Mehmels
Eine ehemals sehr dichte Waldung, die sich nach Mehmels zu links von Katza nach dem obern Wege, der von Wafungen nach Solz führt, hinaufzieht, wird das Träbes genannt. Der Wald ist bis auf den heutigen Tag noch sehr verrufen. Er wimmelt von bösen Geistern. Denn Jesuiten und Böpelträger, wenn sie nach Wasungen kamen, fingen die dort in den Häusern rumorenden Geister durch allerhand Hokuspokus in ledernen Säcken ein, banden diese fest zu und trugen sie in das Träbes. Hier prügelten sie den Spuk tüchtig durch, öffneten den Sack, ließen den Geist heraus und bannten ihn in die Waldung. Dadurch wurde diese so unsicher, daß selbst die Holzdiebe sie nicht einmal bei Tag betraten.
Quellen:
sagen/werra333.txt · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1
