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sagen:werra221

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Feurige Männer bei Husen

Eine der früheren Salzhöken ging, als es schon dunkel geworden war, von Lengsfeld über Leimbach zurück nach Salzungen. Im Leimbacher Wirthshause, wo sie noch einmal einkehrte, traf sie einen alten guten Bekannten, den Badergesellen Zippel, und Beide verabredeten, den Rückweg nach der Stadt gemeinsam zu machen, denn der war zu jener Zeit gefährlich und unheimlich.

Da jedoch der Bader im Dorfe noch etwas zu besorgen hatte, so hieß er die Frau einstweilen langsam vorausgehen. Doch kaum hatte diese die drei Bäume erreicht, als sie zu ihrem Entsetzen auch schon einen feurigen Mann von der Wiese her schnurstracks auf sich zuschreiten sah, der sie, sie mochte rasch oder langsam gehen, bis an die Ecke der Gottesackermauer von Husen begleitete. Hier aber stürzte die in Angstschweiß gebadete Frau erschöpft, nieder, und der Spuk, ein feuriges Todtengerippe, huschte über die Mauer. Fast schlimmer noch war es dem Badergesellen ergangen. Den hatte ein anderer feuriger Mann die ganze Nacht über Aecker und sumpfige Wiesen in der Irre herumgeführt, bis er sich gegen Morgen auf den südlich von Husen gelegenen Aeckern, in den Beeten, wieder zurechtgefunden.

Quellen:


sagen/werra221.1722955904.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)