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Silberglöckchen

Das Silberglöckchen im Münster ist eine Stiftung der Herzoge von Zähringen, mit welchem die gleichfalls von ihnen gestiftete Frühmesse eingeläutet werden mußte. Dieses geschah jeden Morgen von dreiviertel nach vier bis fünf Uhr. Der helle Klang des Glöckchens drang bis hinauf zur Burg auf dem Schloßberge, und sobald ihn die Herzoge vernahmen, machten sie sich in das Münster auf den Weg; entweder durch den geheimen unterirdischen Gang oder sie ritten in die Stadt herunter und banden sodann ihre Rosse am Hauptportal des Münsters fest, wo die dafür bestimmten eisernen Ringe noch lange Zeit zu sehen waren.

Quelle: Heinrich Schreiber, Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau und ihrer Umgegend, Druck und Verlag von Fr. Xav. Wangler, 1. Auflage von 1867


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