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Die Hebamme und die Kinder in der Räder-See - 2. Sage

Andere erzählen Folgendes: »Die Hebamme hat der Geist von Pastors gelangt, die in Wochen waren.« Die Tochter von der Hebamme fand das Tuch ihrer Mutter an der Räder-See. Als Pastors Taufe hatten, haben auch die im Wasser getauft. Die Gevattern des Pastors und des Geistes tanzten auf der Wiese beim Försterhause. Sie hatten nur einen kleinen buckligen Mann, der sich dazu erboten hatte, zum Musikmachen, es war aber, als wären es ein halb Mandel Musikanten gewesen. Der bucklige Musikant sagte: er müßte doppeltes Lohn kriegen. Da sagten die Geister: dann sollte er zwei Buckel haben. Da hatte er zwei Buckel. – Die Geister wünschten den Rodishaynern, daß kein Feuer aufkommen solle.

Quelle: Dr. Heinrich Pröhle, Unterharzische Sagen, Aschersleben 1856


sagen/unterharz430.txt · Zuletzt geändert: von ewusch