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sagen:tss4145

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Frankenhausens Ursprung und Name

Die Stadt Frankenhausen dankt ihren Ursprung den ergiebigen Salzquellen, die immer noch ihren Flor befördern. In den urältesten Zeiten siedelten sich vorzugsweise gern um solche Quellen Bewohner an; der Ort der ersten Ansiedelung ist noch durch die Mittagwärts gelegene, sogenannte Altstadt bezeichnet, welche von geringen Häusern zwar gebildet wird, aber von fruchtbaren Gärten rings umgeben ist. Der Sage nach hieß dieser Ort zuerst Bärengau. Als aber die von den Franken zur Unterjochung der Thüringer herbeigerufenen Sachsen die Gegend überkamen, und nur diese Salzquellen ausgenommen wurden, weil jene in dem heutigen Halle und vielleicht auch Artern deren im Ueberfluß besaßen, so erhielt der Ort auch seinen Namen als Frankensitz und Eigenthum. Später entstand die Neustadt, das jetzige Frankenhausen, welches mit Schlössern, Mauern und Gräben gut befestigt wurde. Auf steilem Fels über der Stadt erhob sich die sogenannte Altenburg, das starke Frankenhaus, jetzt der Hausmannsthurm genannt, als Schirmburg der Stadt, und als Grenzveste gegen die Sachsen. Der Gau aber, in welchem die Stadt gelegen, wurde der Nabel- oder Nebelgau genannt, und erstreckte sich von Wolfgrins (Wolkrans-) hausen bis Ichstedt, vier Meilen lang, an den Helmgau, den Wippergau und den Engelgau angrenzend. In spätern Zeiten hat die Stadt oftmals großes Brandunglück betroffen, unter andern auch im Jahr 1454 durch die berüchtigten Mordbrenner.

Quellen:


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