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sagen:tss2303

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Bergleute vom Harz bauen Kabarz und Tabarz

Es ist eine bekannte Sage, daß in den frühesten Zeiten Bergleute vom Harz ausgewandert, sich neue Wohnsitze zu suchen. Sie kamen an den Thüringer Wald und fanden sich angeheimelt von den schönen Thälern rings um den Inselberg, dieselben Felsen und Waldbäche, dieselben grünen Wiesen und viel erzhaltiges Gestein, wie in der lieben Heimath, die sie verlassen hatten. Da bauten einige Hütten und legten Gruben und Schmelzwerke an im Thal der Laucha, andere zogen weiter um den Fuß des Berges herum, rodeten die Wälder und siedelten sich an; so sind Kabarz und Tabarz, Broterode und die Ruhl entstanden, auch Winterstein war einst, wie alte Leute noch erzählen, blos von Bergleuten bewohnt. Und wie die Orte erbaut waren, wurden ihnen auch Namen gegeben, da fand sich bei dem einen viel gutes Gestein, und man nannte ihn Chaw - Erz (Kauferz ), Kabarz, und den andern, bei dem sich mehr taube Gänge fanden, Tauberz, Tabarz.

Ueber den Orten hat auch eine Burgfeste gestanden, die Leuchtenburg oder Lichtenburg genannt, nach der heißt noch der nächstgelegene Berg, von der Burg aber ist alle Spur hinweg.

Quellen:


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