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sagen:tss2223

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Blutnelken am Falkenstein

Von dem nun ganz zerstörten und spurlos verschwundenen Schlosse Falkenstein auf dem hohen Felsen, der nach demselben noch seinen Namen trägt, geht eine dunkle Sage. Es saß ein Ritter darauf, der die Reisenden beraubte, die durch den Thalgrund ihres Wegs fürbaß zogen, denn damals führte eine Landstraße dicht unten vorbei und dem Schmalwassergrund entlang gen Diethharz. Dieser Ritter stürzte die Gefangenen, die sich nicht durch ein reichliches Lösegeld loskaufen konnten, den steilen Felsen herab, und aus dem Blute der unschuldigen Ermordeten, das an den Felsen spritzte, sproßten die vielen Blutnelken auf, die noch immer so häufig am Falkenstein wachsen und blühen. Nach andern soll es ein Ritter selbst gewesen sein, der auf dem Falkenstein ermordet wurde, und aus dessn Blut die rothen Nelken dann erwuchsen.

Quellen:


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