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sagen:shkfiwa-iii-21

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Der Massener Postkutschenüberfall

  Sagensammlung von M. Rothe

Die alten Leute im Dorf erzählen noch des öfteren eine Begebenheit, die sich im vorigen Jahrhundert in der Gegend von Massen abgespielt haben soll. Es muß etwa zur Zeit des Deutsch-Französischen Krieges gewesen sein. Eine Postkutsche, die von Finsterwalde über Massen nach Calau fuhr, wurde von einer vermummten Gestalt überfallen und sollte zum Halten gezwungen werden. Weil der Postillon nicht anhalten wollte, schoß der Vermummte auf die Postkutsche. Der Schuß erschreckte die Pferde, welche daraufhin durchgingen, und die Kugel traf nur die Fensterscheibe. Wie durch ein Wunder blieben die Fahrgäste, der Postillion und die Pferde unverletzt. Der Glücksumstand, daß die Pferde durchgingen, soll die Ursache dafür gewesen sein, daß der Überfall mißlang. Auch soll der Räuber unerkannt entkommen sein.

Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1993. Nr. 21


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