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sagen:shkfiwa-ii-20

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Die Holriggen bei Zeckerin

  H. Grosse, in Niederlausitzer Mitteilungen Nr. VII, 1902

Der Töpferberg, der nahe bei Zeckerin liegt, ist sehr geheimnisumwittert. Hier wohnten früher, so erzählt die ortsansässige Bevölkerung, die „Holriggen“. Es waren dies kleine Menschen, die dort ihr Wesen trieben, zwar niemand zuleide, aber doch gefürchtet und geduldet.

Einst pflügte dort der alte Schneider und bemerkte dabei auf einem Brettchen ein Stück Kuchen, das ihm die Holriggen hingelegt hatten. Er aß es, und es ist ihm ganz wohl danach gewesen. Er kam in gute Verhältnisse und erwarb die Äcker bei dem Töpferberge. Schneider soll zwar keine Kinder, aber soviel hinterlassen haben, daß das Geld überall hat „rumgestochen“ als er gestorben war: unterm Birnbaum, im Backhaus und an anderen Orten. Die Holriggen haben dort noch lange gewohnt und sind erst verschwunden, seit die Glocken läuten.

Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1992. Nr. 20


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