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Hünchengrab und Wassermann
Sagensammlung von M. Rothe
Der Wanderer, der von Finsterwalde kommt, an der Bergmühle vorbei über den Goldberg geht und den alten Weg nach Eichholz benutzt, sieht linker Hand ein großes Wiesengelände liegen.
Durch diese Wiesen führte früher ein Steg nach Drößig. Das war noch ein Stück vor dem Jungfernbusch oder Junkerbusch. Ging man nun diesen Weg entlang, so kam man an einen fast runden Hügel vorbei. Ein großer Feldstein zeigt diese Stelle weithin an. Das ist ein Hühnchen- oder Hünichengrab. Unmittelbar daneben ist eine mit Schilf und Rohr bewachsene Stelle und eine kleine Quelle. Die Quelle war fast rund, vier Meter breit und sechs Meter lang. Früher traute sich dort keine Frau oder kein Mädchen vorbei, denn es hieß, in der Quelle wohnte ein Wassermann, der die Frauen wegfing.
Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 1991. Nr. 3
