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sagen:schnurrenluckau028

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Der Aufhucker an der Seebrücke bei Oderin

Da war einmal ein Förster, der wohnte auf der „kleenen Mölle“. Als der eines Nachts über die Seebrücke nach Hause ging, sprang ein Aufhucker auf seinen Rücken, und von diesem Schrecken wurde der Mann gelähmt. Da die Krankheit nicht von ihm weichen wollte, suchte er einen Hexenmeister auf. Der wohnte bei Baruth und der konnte Leute, die den Wunsch zu Hause hatten, mal zu dem Hexenmeister um Rat oder Hilfe zu gehen, in einem Spiegel kommen sehen, wenn sie noch lange nicht bei ihm waren. Den suchte der Förster auf und der machte ihn wieder gesund, die Frau des Försters aber, die auch gelähmt war, heilte er nicht, die mußte ein „Kriepel“ bleiben, solange sie lebte. Sie hatte eine Liebschaft und deshalb sollte sie gestraft werden.

Quelle: Robert Scharnweber & Otto Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933


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