sagen:sagenschwaben396
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Der Herzog Ulrich vor Bretten
Eine mündliche Überlieferung aus Bretten
Als der Herzog Ulrich von Württemberg im Jahr 1504 Bretten belagerte, machten die Bürger einen glücklichen Ausfall. Bei der Flucht der Württemberger war der Nagel am Rad eines Kanonenwagens verloren gegangen. Damit nun aber das Rad nicht ablaufen möge, steckte ein getreuer Schwabe seinen Finger hinein, der ihm nun alsbald abgedreht wurde. Da rief er:
Au weih, au weih!
Nach Bretta komm i nimme meih.
Früher soll diese Geschichte am alten Rathaus in Bretten angemalt gewesen sein.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852
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