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sagen:sagenschwaben378a

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Sagen von der Achalm 1.Sage

Im alten Gemäuer der Achalm hat man eiserne Pfeile, die hinten mit Holz versehen waren, eingeschossen gefunden. Diese rühren von einer uralten Belagerung her, durch welche die Burg einst genommen wurde. Als der überwundene Graf abzog, rief er seufzend seiner Bergfeste zu: »Ach Helm, muss ich dich verlassen!«

Nach dem Anfang dieses Ausrufs nannte der neue Besitzer die Burg Achelm oder Achalm.

Nach anderen soll der Graf gesagt haben: »Ach äll’ (alle) muss ich verlassen!« Weshalb die Burg bis auf den heutigen Tag im Volksmund nur Achel heißt.

Anmerkung: Das einer sterbend noch habe sagen wollen Ach Allm-(ächtiger) und dass daher der Name rühre, scheint eine gelehrte Ableitung zu sein. Der Volkserzählung ist sie auch jetzt noch ganz unbekannt.

Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852


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