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Gründung der Burg Hohenrechberg
In der letzten Hälfte des 7. Jahrhunderts, als die christlichen Sendboten Gallus, Kolumban, Bonifaz und andere das Evangelium in Schwaben verkündeten, wohnte auf der Teck noch ein mächtiger Heidenfürst, der seinen Götzen opferte und alle verfolgte, die von denselben abgefallen und zum Christentum übergetreten waren. Da entschloss sich der schwäbische Herzog Rumelius, der schon Christ war, diesen Greueln ein Ende zu machen und zog mit einem gewaltigen Heer gegen ihn und schlug ihn am Fuße der Teck bei Hausen dergestalt, dass 13.000 Heiden das Schlachtfeld bedeckten.
Unter den Gefangenen befanden sich außer dem Grafen von Teck auch vier Brüder, die alle einen roten Löwen als Wappen trugen. Diesen wies der Sieger das Land zwischen der Rems und Fils zur Ansiedlung an. Sie ließen sich danach taufen und erbauten auf dem Rechberg eine Wohnung, die Burg Hohenrechberg, und wurden die Stammväter des noch jetzt lebenden Grafen von Rechberg.
In der Nähe von Hohenrechberg führt noch heute ein Tal den Namen Christental.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852
