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sagen:sagenschwaben323

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Der Geißelstein

  Eine mündliche Überlieferung aus Geißlingen

Bei einer Überschwemmnng ertranken die zwei jungen Söhne des Grafen von Geißelstein in der Nähe seines Schlosses bei Geißlingen, und damit war der Stamm erloschen. Der alte Vater spähte aus der Höhle eines Felsen unterhalb des Schlosses ins Tal herab nach den Knaben und wurde nicht müde, immer nach ihnen auszuschauen, bis er endlich an dieser Stelle zu Stein wurde.

Wenn man oben vom Geißelstein herabblickt, sieht man da unten noch immer aus der Öffnung der Höhle das versteinerte Haupt des alten Grafen hervorstehen.

Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852


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