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Sagen vom Hohenstaufen 1.Sage
Mündliche Überlieferungen aus Göppingen und Hohenstaufen
Auf Hohenstaufen haben in alter Zeit Heiden und Riesen gewohnt. Dies bezeugen noch die mächtig großen Menschenknochen, die man bei Anlegung des neuen Weges halb aufrecht liegend hier gefunden hat. Von diesen Riesen rühren die beiden großen Löcher her, die man die »Heidenlöcher« nennt. Das untere Loch soll bis Hohenrechberg gehen, wo ein ähnlicher Eingang sich befindet. Ein Hahn, den man auf Hohenstaufen einmal in diese Höhle laufen ließ, kam bei Hohenrechberg wieder zum Vorschein. Außerdem soll ein unterirdischer Gang ins Kloster Lorch und ein dritter nach Göppingen in die Oberhofener Klosterkirche geführt haben.
Dieser letzte Weg ging über Rechberghausen und hieß sonst der Barbarossaweg, weil Barbarossa ihn zuweilen gegangen sein soll.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852
