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sagen:sagenschwaben276

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Hexenringe

  Mündliche Überlieferungen aus Pfullingen und Grantschen

Auf manchen Wiesen findet sich ein geschlossener Kreis von Gras, das immer dunkler bleibt, auch früher und üppiger wächst, als das übrige Wiesengras. In diesen Ringen führen die Hexen ihre Tänze auf, daher man sie Hexenringe nennt. Ein solcher ist zum Beispiel auf der Wiese des Pfarrers zu Pfullingen alljährlich zu sehen.

Ebenso befindet sich an der westlichen Seite der Straße, die von Sulzbach nach Eberstadt führt, im sogenannten »Neubruchswäldle« ein großer Ring, der aber im Inneren kein Gras hat, während der ganze Platz außerhalb des Kreises schön grün bewachsen ist. Man nennt diesen Ring einen »Hexentanz«.

Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852


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