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Der Mann im Mond 6.Sage
In Graubünden, in Waltensburg, erzählt man so: Einen Sennen bat einst eine arme Frau um ein wenig Milch. Er aber wies die Frau mit harten Worten ab. Da verwünschte sie ihn in den kältesten Ort, worauf der Mann in den Mond kam und dort noch immer beim Vollmond mit seinem Milcheimer, in welchem er rührt, zu sehen ist. Sonst sagt man in Graubünden auch, der Mann im Mond habe Holz gestohlen.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852
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