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Allerlei vom Teufel 2
Wenn der Teufel sich auf der Oberwelt zeigt, so ist er gewöhnlich „grün wie ein Jäger“ gekleidet. Einmal wollte er bei einem Bauer übernachten. Als die Magd ihm Abends die Stiefel auszog, erkannte sie an den Bocksfüßen, daß das kleine grüne Männlein der Teufel set. Bei Nacht reitet er gewöhnlich auf Gaisböcken und trägt selbst Hörner wie ein wirklicher Gaisbock, und ist außerdem geschwänzt. Er sieht dann schwarz aus, rasselt mit Ketten und verwandelt sich in mancherlei Gestalten. Er geht auch zu Fuß, oder fährt mit zwei schwarzen Rappen. Der Gestank, den der Teufel zurückläßt, wenn er irgendwo fortgehen muß, soll von seinen Gaisböcken herrühren.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852
