sagen:sagenschwaben119
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Der Schimmelreiter auf der alten Burg
Eine mündliche Überlieferung
Bei der »alten Burg« unweit Reutlingen gibt es einen Schimmelreiter. Derselbe soll während seines Lebens einen Mann umgebracht haben und muss dafür jetzt noch umgehen und reiten. Als man ihn begraben hatte, kam sein rechter Arm wieder aus der Erde hervor und war nicht mehr hineinzubringen. Seinen Gaul muss er mit der linken Hand führen, weil er seine Rechte seit dem Mord nicht mehr gebrauchen kann. Die Bewohner der alten Burg hat man »Rotmäntel« genannt, weil sie stets rote Mäntel trugen. Sie sollen übrigens arge Räuber gewesen sein.
Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852
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