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sagen:sagenschwaben078b

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Sagen vom Huzenbacher See 2

  Mündliche Überlieferungen aus Huzenbach

Das Seemännle holte einst eine Hebamme aus Huzenbach und führte sie an den See und schlug mit einer Rute hinein, worauf das Wasser sich teilte und eine Treppe erschien, auf der sie ganz trocken hinabsteigen konnte, und entband alsdann das kreisende Seeweible. Als das Seemännle hierauf fragte, was es schuldig sei, wollte die Hebamme nichts nehmen. Darauf umflocht das Männlein sie ganz mit Stroh, was sie ruhig geschehen ließ. Als sie aber hoben war, machte sie alles wieder los und warf es fort. Nur ein einziger Halm blieb an ihr hängen, und der war in schweres Gold verwandelt, als sie heimkam. Jetzt hat sie vergebens nach dem übrigen Stroh gesucht.

Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852


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