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sagen:sagenschwaben076a

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Die Erdmännle vertrieben 1

  Eine mündliche Überlieferung aus Hüsingen im Badischen

Das letzte Erdmännle und Erdweible, die in einer Höhle bei St. Wilhelm wohnten, kamen besonders gern zu einem Bauer im Wiesenthal und halfen ihm bei der Arbeit. Einst, als sie ausblieben, ging der Bauer zu ihrer Höhle und machte ein Feuer davor. Da kam das Erdmännle und entschuldigte sich. Seine Frau sei krank, deshalb könne es nicht kommen, und bat, dass er das Feuer löschen möge. Der Bauer aber hatte im Zorn das Feuer so groß gemacht, dass er es nicht löschen konnte und es brennen lassen musste. In derselben Nacht starb diesem Bauer all sein Vieh und das letzte Erdmännle mit seinem Weible ließ sich nie wieder sehen.

Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852


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