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sagen:sagenschwaben060

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Spreu in Geld verwandelt

  Eine mündliche Überlieferung aus Rotenburg

Ein Knabe aus Rotenburg sollte seinem Vater das Essen aufs Feld bringen, und fand unterwegs einen Haufen Spreu, die glänzte so schön, dass er sie lange ansehen musste und endlich eine Handvoll davon in seine Tasche steckte. Er hielt sich aber so lange dabei auf, dass er zu spät zu seinem Vater kam und von diesem deshalb gezankt wurde. Als er nun erzählte, dass er von dem Spreuhaufen nicht habe fortkommen können und seinem Vater eine Probe davon vorzeigen wollte, da war es lauter blankes Geld. Nun lief der Knabe zwar zu dem Platz zurück, um mehr zu holen, konnte aber nichts mehr finden.

Quelle: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, gesammelt von Dr. Ernst Meier, Stuttgart, Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung, 1852


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