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sagen:sagenbuchlausitzi-129

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Wie George Schönrich vom Teufel entführt wird

  Frenzel, hist. natur. III. 1491. msc.

Anno 1596 im Januar sitzet George Schönrich, Bauer zu Krischa, bis in die späte Nacht beim Bier in der Schänke, spielt und flucht und lästert Gott im Himmel. Hierauf erhob sich plötzlich vor der Schänke ein gewaltiger Sturmwind und alsbald sah man, wie der Gotteslästerer vom Winde hinaus getrieben wurde, der ihn denn als des Teufels rechter Fuhrwagen bis in das nächste Städtlein Weißenberg hinweg führte und daselbst durch eine Feuer mauer hindurch in ein Brauhaus niederließ. Drei Kerle saßen an der leeren Braupfanne, nahmen ihn in Empfang und quälten ihn mit allerhand Alfanzereien nebst trefflichen Hieben, bis daß der Hahn krähte und der Spuk verschwand. Wie nun des Morgens die Bürger kamen, um das Bier, das in Butten daneben stand, zu besehen, fanden sie den Bauer gar übel zugerichtet und fast erfroren.

Diese Geschichte aber hat nachmals der Pfarrer des Orts schriftlich aufgesetzt und in den Druck gehen lassen.

Quelle: Karl Haupt, Sagenbuch der Lausitz, Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862


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