sagen:sagenbucherzgebirge807
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Gebrauch bei einer zweiten Verheiratung
Göpfert, Geschichte des Pleißengrundes, S. 180.
Eine Gewohnheit, welche in Crimmitschau ausgeübt wurde, war, daß die Witwen, welche sich zum zweiten Male verheirateten, der Gerichtsherrschaft ein Bett abgeben mußten.
Hidda, Friedrichs und Dedaus, Grafen zu Eilenburg Schwester, verordnete, daß jede Witwe, welche sich wieder verheiratete, dem Amtmann (praefecto arcis) zwei Schreckenberger1) in einem Beutel ohne Naht geben sollte.
Quelle:
- Dr. Joh. Aug. Ernst Köhler:Sagenbuch des Erzgebirges, Verlag und Druck von Carl Moritz Gärtner, 1886.
1)
Anmerkung Sagenwiki: Der Schreckenberger ist eine Silbermünze, die von 1498 bis 1571 geprägt wurde. Die Herstellung der Großgroschen erfolgte in den Münzstätten Annaberg, Buchholz, Zwickau, Freiberg, Leipzig, Dresden und Saalfeld. Quelle: Wikipedia
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