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sagen:sagenbucherzgebirge674

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Die Marterlinde in Dorfchemnitz bei Sayda

  Kirchengalerie von Sachsen, 2. B., 246.

In Dorfchemnitz steht eine Linde, welche den Namen Marterlinde führt. Dieselbe wurde an der Stelle einer alten, welche sehr stark und zerspalten war, gepflanzt, und soll den Platz bezeichnen, wo ein Mensch verbrannt worden ist und viele Martern ausgestanden hat.

Anmerkungen: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Name „Marterlinde“ von einem Kruzifix, welches zur Zeit des Katholizismus daselbst gestanden hat, herrührt. - Erwähnt mag noch werden, dass Albert Schiffer hier den Platz vermutet, an welchem 892 die Ermordung des Bischofs Arno von Würzburg durch die Sorben geschah. (Archiv für sächs. Gesch. 2. S. 175.) Es wird in dieser Beziehung auf die Vorbemerkungen zu den Göttersagen und auf die vorhergehende Sage (Das Arnodenkmal bei Klaffenbach) verwiesen.

Quelle:


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