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Das Wildfrauhaus bei Wohnfeld
Ein Berg zwischen dem Petershainer Hof und dem Dörfchen Wohnfeld heißt das Wildfrauhaus. Einzelne Felsbrocken liegen daselbst, und einer ist die Tür zu der Wohnung der wilden Frau, die drinnen im Berg haust. Früher soll sie sich auch gezeigt und namentlich den armen Holzlesern unvermerkt ihre Last abgenommen haben, die sie dann an dem Platz, wo ihre Grenze war, erst wieder auf ihrem Buckel verspürten. Weiter ist von derselben nichts zu sagen. An schönen Sonntagnachmittagen ging das junge ledige Volk hin und trieb da eine Kurzweil, wie solches schon die Alten taten.
Quelle: Oberhessisches Sagenbuch, Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
