sagen:ohsb045
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Am Seedamm
Von Rudingshain ging in den alten Zeiten ein Mann hinauf in den Oberwald, wo er etwas zu schaffen hatte. Als er gerade an dem Seedamm herschritt und sich nichts versah, rauschte der Wind sehr stark. Ohne den geringsten Hufschlag jagte vor ihm ein riesiger Reiter her, der hatte keinen Kopf, und der Gaul, auf dem er saß, auch keinen. Das geschah am lichten Mittag und dauerte nicht länger, als man Amen sagt. Der wilde Jäger soll es gewesen sein.
Quelle: Oberhessisches Sagenbuch, Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
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