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sagen:oberharz234

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Das Weingartenloch - 3.Sage

Aus dem Weingartenloche haben sich zwei andere Männer ein großes Vermögen herausgeholt, aber jedesmal einen Dritten mit hineingenommen, den sie da geopfert haben und der von einem Hunde zerrissen ist. Sie sind nun elfmal im Weingartenloche gewesen und es hat Keiner mehr mit hinein wollen. Zuletzt hat sich doch noch ein Mann aus Osterhagen Namens Schlosser gefunden. Der hat eine junge Frau gehabt, und weil Jeder, den die Beiden mit in das Weingartenloch hineingenommen haben, sich erst hat waschen und ein reines Hemd anlegen müssen, so hat die Frau ihm, ohne daß er es gewußt hat, in das Hemd Dill, Dust und Allermannsherrnkraut genäht und hat ihn das anlegen lassen. Nun sind die Drei in das Weingartenloch gestiegen und als sie ans Ende des großen Raumes gekommen, hat da ein großes Wasser gelegen, darüber hat eine steinerne Brücke geführt. Als sie über die Brücke gegangen sind, kommen sie an eine eiserne Thür und gelangen von neuem an eine Höhle, darin hat ein großer schwarzer Hund gelegen. Das ist der Teufel gewesen, von dem auch erzählt wird, daß er leibhaftig gleich hinter der Brücke sitze. Der Hund hat sie hingeführt zu den Gold- und Silbererzen und sie bedeutet, daß sie davon einpacken sollten, so viel sie möchten. Als sie nun ihre Säcke voll gehabt haben, wollen sie wieder den Mann, den sie mitgenommen haben, als Opfer zurücklassen. Allein weil in dessen Hemd die Kräuter eingenäht sind, so sagt der Hund: an Dem hätte er keinen Theil. Da müssen die Beiden dreimal unter sich losen, und dreimal trifft den Einen von ihnen das Loos. Da ergreift ihn der Hund und reißt ihn voneinander, und dabei hat die ganze Höhle gezittert und gekracht. Die beiden Andern sind mit ihren Schätzen davongezogen, haben aber nachher die eiserne Thür nicht wiederfinden können, weil Der, dem der Hund das zwölfte Mal geöffnet hat, allein den Spruch gewußt hat, vor dem die Eisenthür aufgegangen ist.

Quellen:


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