sagen:oberharz228
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Die Federn
Vor zwanzig Jahren fand ein Mann Namens Bennholz in Steina zwischen Lauterberg und Sachsa auf seiner Scheune, die er am Abend vorher ganz rein abgefegt hatte, nichts als gelbe Federn. Er nahm eine Hand voll davon, ging damit zu seiner Frau und zeigte sie der. Nun nahm er einen Besen und wollte die Scheune von neuem abfegen, da lag keine einzige Feder mehr da. Die Frau aber hatte die Federn, welche ihr ihr Mann gebracht hatte, auf den Tisch gelegt, und als sie zu Mittag essen wollten, ist es Gold gewesen und hat fünfundfünfzig Thaler an Werth gehabt.
Quellen:
- Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen, gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von Dr. Heinrich Pröhle., 1853, Brockhaus Leipzig;
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