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Der Wolfskopf
Am Wolfskopfe hat sich der Waldarbeiter Nothdurft mit einem scharfen Beile in den Fuß gehauen und ist daran gestorben, er läßt sich nun dort in der Gegend des Ackergebirges sehen. Zwei Brüder lagen in einer Bucht (Köhlerhütte, auch Köhlerköthe) zur Nachtzeit, als der Eine von ihnen erwachte und Nothdurft sah. Er weckte den Andern, dieser war sehr beherzt und da er nichts erblickte, so trat er zur Bucht hinaus und ging, um frische Lust zu schöpfen, in der hellen Nacht ganz um dieselbe herum, ohne Jemand zu bemerken. Kaum aber hatte er sich dann wieder neben seinem Bruder niedergelegt, als Nothdurft sich ganz zur Thür der Bucht hereinlegte. Die Brüder, welche ihm nun nachblickten, sahen ihn nach der Stelle hingehen, an welcher er sich gehauen. Dabei schrie er fortwährend: Hoi! hoi! hoi! wie ein Eseltreiber oder eine Eule.
Quellen:
- Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen, gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von Dr. Heinrich Pröhle., 1853, Brockhaus Leipzig;
