sagen:oberharz067
<<< zurück | Sagen der Bergstädte Klausthal und Zellerfeld | weiter >>>
Der Bergmönch vom Klausthal und vom Zellerfeld - 4. Sage
Einem Bergmann Ahrend, dem der Bergmönch auch Inselt gegeben hatte und der es gegen die Kameraden ausplauderte, stellte der Bergmönch nach. Am Weihnachtsheiligenabend wollte der Bergmönch ihm in einer Grube etwas anthun, da kam aber seine Frau, die sammelte im Sommer heilsame Kräuter und hatte einen Kräuterbeutel auf der Brust hängen. Da warf der Bergmönch den Ahrend lebendig aus der Grube und sagte zu der Frau ärgerlich:
Hättest du nicht Dill und Dust, So hätt' ich es wol gewußt,
d. h. er hätte wol gewußt, was er sonst gethan, nämlich, daß er dem schwatzhaften Bergmann ein Leid zugefügt hätte.
Quellen:
- Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen, gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von Dr. Heinrich Pröhle., 1853, Brockhaus Leipzig;
sagen/oberharz067.txt · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1
