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Die nächtlichen Reiter

 Mündlich von Herrn Johann Schüller

Es war zur Erntezeit etwa vor 40 Jahren1). Weil die Arbeit sehr drängte, schnitten zwei Schwestern in der Nacht beim hellen Mondenscheine Frucht. Das Feld war „op dr Ell“ neben der Gasse nach Buschhausen am Hackhauser Hofe. Gegen Mitternacht wurde die nächtliche Stille durch starkes Sturmgebrause unterbrochen, und als sie erschrocken aufsahen, sprengten große Reiterscharen durch die Gasse. Voller Angst verließen die Schnitterinnen und liefen auf Hause zu.

Quelle: Heinrich Hoffmann Zur Volkskunde des Jülicher Landes, Sagen aus dem Indegebiet, 1914, Nr. 263


1)
etwa 1870
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