sagen:hsw193
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Das Drachenloch bei Rainrod
Zwischen Schotten und Nidda, da wo sich die Gemarkungen der Dörfer Rainrod und Eichelsdorf scheiden, sieht man eine in den Basalt eingehende Höhlung, deren Öffnung rund und von einem Fuß im Durchmesser ist, bei einer Tiefe von etwa zehn bis zwölf Fuß. In uralten Zeiten hielt sich in dieser ein Drache auf, der von Zeit zu Zeit hervorkroch und in der Nidda Wasser trank. Dabei zerstörte er gewöhnlich dem Müller der nahegelegenen Mühle das Wehr. Der Drache war so lang, dass während er in der Nidda trank, sein Schwanz noch in der Höhlung steckte, die fast eine Viertelstunde davon entfernt ist.
Quellen:
- Johannes Wilhelm Wolf, Hessische Sagen, Leipzig, 1853
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