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sagen:hsw148

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Die Nonne von Lich

In Lich, einem Städtchen unweit von Gießen, wurde schon gar oft eine gespenstige Nonne gesehen.

Im nahen Nonnenkloster war einst eine blutjunge und gar schöne Schwester, die sich einer verbotenen Liebe hingab. Als sie nun nächtlicher Weile ein Kindlein gebar, trug sie es in ihrer Angst hinab nach Lich und warf es in einen tiefen Ziehbrunnen. Noch jetzt hat sie deshalb keine Ruhe, sie muss jede Mitternacht am Brunnen stehen und sich so lang hinunterlehnen und in die Tiefe schauen, bis das tote Kind unten auf dem Wasser schwimmt. Dann winkt sie hinunter und streckt die Arme vergebens darnach aus, bis sie mit dem Schlag eins verschwindet.

Quellen:


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