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sagen:hsw058

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Die Silberwäscherin zu Unterschlitz

Am linken Fulda-Ufer liegt zwischen Schlitz und Hutzdorf die Schlitzer Burg. Jetzt gewahrt man kaum mehr eine Spur von ihr, denn schon um 1261 wurde sie von dem tapferen Abt Bertho II. von Leibolds zerstört, demselben, den man gewöhnlich den Abt Fingerhut nannte. Auf der Stelle, wo sie sich einst erhob, geht es um und noch heut hört man um Mitternacht die Silberwäscherin, welche zahllose silberne Teller aufeinander türmt, bis der Schlag eins sie von ihrer Arbeit erlöst.

Einer anderen Sage zufolge schlich sich eines Abends ein Weib in die Kirche und stahl dort die heiligen Gefäße. Manche davon hatte sie schon verkauft, manche auch vergraben, als der Tod sie übereilte. Jetzt muss sie zur Strafe jede Nacht das vergrabene Silber hervorholen und es in der Fulda waschen.

Quellen:


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