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1. Auf der Grenze zwischen zwei Dörfern ist es des Nachts nicht recht richtig. Man hat oft auf derselben Lichter brennen sehen. Es ist auch mitunter ein ganz schwarzes Kalb, welches auf der Stirn einen weißen Fleck hatte, aufgesprungen und hat den erschreckt, welcher des Nachts die Grenze überschreiten wollte. Gollscho 2. Zwischen Kuhnersdorf und Papitz läuft die Grenze zwischen Gräben entlang. Man darf des Nachts auf derselben nicht gehen, denn es ist dort nicht recht geheuer. Es erscheinen dort des Nachts Katzen, Hunde ohne Köpfe, Kälber und weiße Thiere mit glühenden Augen: Lichter schweben darauf herum, ja man hat schon Feuer auf der Grenze brennen sehen. Kuhnersdorf
Quelle: Edmund Veckenstedt: Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche. Leuschner & Lubensky, Graz 1880
