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Das steinerne Kind auf der Schloßgasse und Schreibergasse zu Dresden

  Curiosa Sax. 1736. S. 85. Hasche, Beschr. v. Dresden. Bd. I. S. 216.

Auf der Schloßgasse sah man ehemals über der Hausthüre eines nahe am Markte gelegenen Hauses ein kleines Kind in Stein gehauen, das am Johannistage des Jahres 1635 aus diesem Hause in einem Alter von 5 Jahren aus einem Fenster des zweiten Geschosses ohne allen Schaden auf die Gasse herabgefallen, und aus Furcht, von seinen Aeltern geschlagen zu werden, einen ganzen Tag ohne Speise und Trank herumgelaufen ist. Ein ähnliches Bild wegen gleicher Ursache war auf der Schreibergasse an einem Hause angebracht.

Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. Schönfeld, Dresden 1874


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