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Das Kalb bei Buckowien
R. Scharnweber und O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau N.-L., Berlin 1933
Drexels Vater ist spät abends von Ölsig nach Hause gekommen und als er an den Winkel kam, wo es nach Nexdorf und nach Buckowien geht, da steht auf einmal ein Kalb vor ihm auf dem Wege. Er will es haschen, aber da springt es an die Seite und stößt nach ihm. Wie er nun seinen Gehstock hebt und ihm eins geben will, da hebt es den Kopf und hat ganz glühende Augen und er erschrak sich, und da springt ihm das Kalb auf den Rücken und er rennt und das Kalb ist immer halb auf ihm und er konnte nicht schreien. Bis er an die Ziegelei kommt, war er halbtot. Da krähte ein Hahn und er war den Spuk los. Er lag tagelang kaputt im Bett und hat nicht mehr die anderen ausgelacht, die das Kalb schon vorher gesehen hatten.
Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 2019. Nr. 4
