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Die Nixe bei der Buschmühle
Sagensammlung von M. Rothe
Geht man von Tanneberg die Elster stromauf, also in östlicher Richtung weiter, so kommt man an eine Wassermühle, die Tanneberger Buschmühle genannt. Früher wurde dort das Wasser angestaut, damit es das Mühlrad antreiben konnte. Durch das Anstauen des Wassers entstand ein kleiner See und auch in der Folge ein größerer Wasserstand in der Kleinen Elster oberhalb der Wassermühle.
In der Nähe der Tanneberger Buschmühle, in diesem See, wohnte einst ein Wassermann. Dieser hatte eine sehr hübsche Tochter. Das war eine Nixe. An Sonntagen, wenn früher im Dorfe Tanz war, ging auch diese Nixe immer zum Tanze. Jedoch mußte sie wie alle Nixen um Mitternacht zu Hause sein. War sie es nicht, so war ihr der Weg zu den Menschen für immer verschlossen.
Einmal lernte sie einen jungen Burschen beim Tanzen kennen. Beide hatten Gefallen aneinander gefunden. Doch kurz vor Mitternacht war die Nixe verschwunden. Daraufhin stürzte sich der Bursche in die Kleine Elster, und er wurde nie wieder gefunden oder gesehen. Aus späteren Zeiten wurde des öfteren noch berichtet, daß sich junge Burschen in der Nähe der Buschmühle bei Tanneberg in die Kleine Elster gestürzt hatten.
Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 2017. Nr. 11
