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sagen:fiwaludki13

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Die Lüttgen in Klingmühl

  Bert Griebner, Klingmühl
  Sagensammlung von M. Rothe

Es ist schon sehr lange her, da stand „auf Steinigks“ immer ein alter Birnbaum. Dieser war groß und dick und hatte zahlreiche knorrige Aste. Im Volksmund wurde alten und großen Birnbäumen immer viel Mystisches nachgesagt. Auch konnten Birnbäume sehr alt werden.

Die Kinder des Dorfes betrachteten diesen alten Birnbaum mit großer Ehrfurcht, war er doch innen hohl und muß schon so seit Generationen dort stehen. In diesem hohlen Birnbaum wohnten die Lüttgen. Das waren kleine Erdmännlein. Sie vertrugen sich mit den Bewohnern von Klingmühl sehr gut, denn in der Nähe des alten Birnbaumes war ja die Wasserstelle des Dorfes und jede Familie hatte ihre eigene Schöpfstelle an diesem kleinen Dorfbach. Und für die Lüttgen gab es auch eine Schöpfstelle.

Eines Tages waren dann die Lüttgen urplötzlich verschwunden, aber der alte und hohle Birnbaum stand immer noch. Die Schöpfstellen waren inzwischen auch zugewachsen. Vom alten Birnbaum ging die Kunde von Mund zu Mund, daß dort ein alter Schatz vergraben sei. Viele Leute hatten früher schon versucht, den Schatz zu heben. Dabei legten sie dann wieder die Quelle frei, und so ist ein kleiner Teich entstanden. Jede Familie hatte nun an diesem Teiche wieder eine eigene Wasserentnahmestelle. Das war die Stelle, an der ihre Vorfahren nach dem Schatz suchten.

Quelle: Sagen aus dem Heimatkreis Finsterwalde 2018. Nr. 13


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