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Warum die Stadt Sonnewalde so heißt
R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933
Kaiser Otto I. Lag in blutigem Streit mit seinem Sohne Ludolf. Es konnte lange keine Versöhnung zwischen beiden stattfinden, weil der böse Herzog von Sachsen sie immer zu hintertreiben wußte.
Da jagte einst Kaiser Otto I. In einem Walde mit dem Markgrafen Gero. Hier in der Wildnis suchte ihn Ludolf auf. Er kam allein, mit zerrissenen Kleidern, traurigem Antlitz, nackten Füßen und warf sich vor dem Vater nieder und bat um Gnade. Da ward das Herz des Vaters weich und beide versöhnten sich.
Der Ort im Walde, wo das geschah, wurde zum ewigen Gedächtnis der Sühne Suonewald, später Sonnewalde genannt.1)
Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz
