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Die Sage vom Nix-Schloss

  Dorfchronik Straupitz

Ein Bauer aus Straupitz belud in einer sternenklaren Herbstnacht seinen Wagen mit Getreide, um anschließend nach Cottbus zum Markt zu fahren. Er kam an den uralten Eichen des Bitna vorbei, leitete das Gespann bei Krollichs Berg über den Knüppeldamm und erreichte das Brückchen an der Grobbe. Dort stand ein Mann und fragte den Bauern, was er führe und was er wollte. Der Bauer antwortete: „Nu noach Cuttbus, uff´n Marcht mit Getreede unn Hirse.“ Der Fremde fragte ihn, was er wohl dafür bekomme und der Bauer sagte ihm den Preis. Daraufhin nannte ihm der Mann einen höheren Betrag und beide wurden handelseinig.

„Folge mir.“, sagte der Fremde, der den Weg zum Byhleguhrer See einschlug. Als sie am See ankamen, standen die Wasser links und rechts, einen Weg bildend, auf dem sie trockenen Fußes zu einem goldenen Schloss fuhren. Dort angekommen, rief der Fremde, denn es war der Nix! Und seine Söhne eilten herbei um den Wagen zu entladen. Dies ging sehr schnell und der Bauer erhielt sein versprochenes Geld. Der Nix sagte ihm: „Fahre hin, aber blicke nicht zurück, bis du am jenseitigen Ufer bist!“

Nun band der Bauer die Tasche mit dem Gelde am Hinterwagen an und fuhr auf trockenem Wege zurück. Das Ufer war noch nicht ganz erreicht, da plagte ihn die Neugier und er schaute zurück. Plötzlich schlugen die Wasser gewaltig und mit lautem Getöse zusammen und der Bauer erreichte nur mit Müh und Not das Ufer im rasenden Galopp der Pferde, aber nur mit dem Vorderwagen. Der hintere Teil des Gespannes mit der Geldtasche wurde ein Opfer für den See.

Quelle: www.Straupitz-1294.de


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