sagen:deutschemaerchenundsagen341
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Todesgespenst
Caesar. heisterbac. dial. mirac. XI. c. 64.
Zu Bonn hat sich das Folgende begeben. Eines Tages nach der Vesper spielten die Schüler im Klostergarten und sahen, wie aus einem Grabe, in welchem die Kanonichen begraben zu werden pflegten, eine Gestalt hervortrat, mehre andere Gräber überschritt und in einem gewissen Grabe verschwand. Einige Zeit nachher starb ein Kanonich und wurde in dem Grabe eingesenkt, aus welchem das Gespenst hervorgekommen war; einige Tage später starb ein anderer Kanonich derselben Kirche und wurde da begraben, wo das Gespenst verschwunden war.
Quellen:
- Johannes Wilhelm Wolf, Deutsche Märchen und Sagen, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
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