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sagen:deutschemaerchenundsagen241

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Wie die Steinkohlen entdeckt wurden

Unter der Regierung des Lütticher Bischofs Albert von Cuyck lebte ein Schmied, der hieß Hulloz von Plenneval. Der stand eines Tages in seiner Schmiede und ließ den Hammer lustig auf dem Amboss erklingen, als ein eisgraues Männchen in einem weißen Anzug an der Schmiedetür vorbeikam und den Meister grüßte: »Guten Tag, Meister, nicht zu fleißig und gute Winst!«

Der Schmied hob den Kopf, dankte dem Männchen freundlich und sprach: »Wie wollet Ihr, dass ich einigen Winst habe? Alles, was ich an meiner Arbeit verdiene, fliegt fort, um Buschkohlen zu kaufen.«

Das Männchen lächelte und sprach: »Das glaube ich wohl, Meister, aber es gibt noch anderes, um Feuer zu machen, als Eure Buschkohlen. Geht einmal da drüben auf den Berg, wo die Mönche wohnen, da werdet ihr eine schwarze Erde finden, die viel besser heizt als Eure Buschkohlen.«

Kaum hatte das Männchen so gesprochen, als es verschwand. Der Schmied zögerte nicht der Weisung zu folgen und er befand sich gar wohl dabei, sagte auch jedem davon, den er kannte, sodass sich die Mär bald in der Stadt und in dem Land verbreitete und man von allen Seiten kam, die köstlichen Kohlen zu holen.

Quellen:


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