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sagen:deutschemaerchenundsagen207

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Jäger verschwindet

Ein sehr mächtiger Ritter war der Jagd über die Maßen ergeben und zwang tagtäglich viele seiner Untertanen, ihn auf seinen Zügen zu begleiten. Dadurch versäumten diese Leute aber ihre Geschäfte und ihren Ackerbau und sanken langsam mit ihren Familien in die tiefste Armut. Eines Tages zog der Ritter wieder zur Jagd und hatte einige der seinen nur mit sich genommen. Kaum war er im Wald, als ihm ein Wild aufstieß, auf welches er die Hunde hetzte und es dann selbst auf seinem Pferde sitzend verfolgte. Den ganzen Tag war er schon hinter dem Tier her, konnte es aber nicht einholen. Wütend, es immer so vor sich laufen zu sehen, setzte er mit seinen Begleitern ihm auch die Nacht hindurch noch nach. Was da aber weiter aus ihnen geworden ist, das weiß kein Mensch, denn nimmer hat man sie wieder gesehen. Einige sagen, die Erde habe sie lebendig verschlungen und sie seien also zur Hölle gefahren.

Quellen:


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